Kurztext:
An diesem Abend ging es darum, erste Erfahrung mit der Verbindung von Zeichenhand und den ( zunächst per Tastsinn verinnerlichten ) Bildern der Realität zu machen. Im Prinzip geht es darum, die eigene Wahrnehmung so der Zeichenhand mitzuteilen, dass diese wie ein seismografisches Gerät auf die intensiv beobachteten Dinge der realen Welt reagiert. Erste Erfahrungen mit einer produktiven Form des "Kontrollverlustes" konnten gemacht werden, da wir die Quellen der Wahrnehmung zuerst einmal den Augen entzogen und in weiteren Versuchen sogar das Zeichenblatt versteckten, sodass keinerlei Kontrolle über das Ergebnis möglich war. Eine erste Erfahrung mit den Paradoxien des sog. BLINDZEICHNENS - das in den nächsten Wochen genauer betrachtet wird.
Der angestrebte Kontrollverlust ist zunächst bestimmt eine ungemütliche Erfahrung, die uns als Zeichner aber überaus nützlich ist.
Einen guten Zeichner erkennt man daran, dass er mehr Zeit für das Sehen/Beobachten/Betrachten aufwendet, als für die Kontrolle der Spuren auf dem Zeichenblatt. Hier eine gute Balance zu entwickeln, könnte eine Aufgabe jedes Zeichnenden sein...
Ziel in den nächsten Wochen wird es sein, dieses Kontrollbedürfnis zu mindern, dafür aber unsere Beobachtungs- und Wahrnehmungsvermögen zu erkennen und zu stärken. Zuguterletzt soll das Kontrollbedürfnis da zur Geltung gelangen, wo wir es brauchen, das Wahrnehmen und insbesondere das SEHEN aber dort, wo es uns als Zeichner weiterbringt, denn:
Das Zeichnen macht das SEHEN sichtbar
Folien:
Ein Hinweis in eigener Sache: Einladung zu meiner Ausstellung in Horb am 28.11.
Ich möchte alle Kursteilnehmer zu meiner ersten Ausstellung in dieser Region einladen! Eine kleine Auswahl meiner aktuellen Arbeiten werden gezeigt, die da und dort Bekanntes aus meinem Unterricht anspielen. Würde mich freuen, euch am Freitag um 19 Uhr zu sehen:
Kloster in Horb
Marktplatz 28
(Parkdeck in unmittelbarer Nähe)
http://www.pz-horb.de/
Ergebnisse:
Dienstag, 18. November 2014
Dienstag, 11. November 2014
Mo 10.11.14 - Mit dem Feinsinn zeichnen. Textur und Struktur
Kurztext:
Zu Beginn des Abends habe ich noch einmal zusammengefasst, was wir "aus dem Stand" mit der Linie beim spontanen Zeichnen erleben können:
Ohne jede Voraussetzung kann jeder Mensch, der einen Stift halten, die Bleistiftspitze identifizieren und aufsetzen kann, Linien produzieren, die
- unterschiedliche äussere Bewegungen motorisch protokollieren (1.Stunde).
- Diese Bewegungen (wie in der Musik) mit unbestimmten Gefühlen mal stärker oder schwächer, mal schneller oder langsamer, mal kontinuierlicher oder abgehackter darstellen (2.Stunde: Mit den Ohren zeichnen, nach Musik).
- Innere und äußere Bewegung mit sehr bestimmten und uns allen vertrauten Gefühlen darstellen (3.Stunde: Mit den Ohren zeichnen, Grundgefühle),
- auf einem Spielfeld (Zeichenblatt genannt) mehr oder weniger spannungsvoll in Aktion und Pausen verteilt werden können (4.Stunde).
An diesem Abend näherten wir uns dann dem Gegenpol zur heftigen motorischen Zeichnung der ersten Stunde, indem wir Linien, Spuren, Zeichen ganz konzentriert und beinahe meditativ zu mehr oder weniger belebten Texturen und Strukturen verwebt haben (5.Stunde).
Ziel der vergangenen Abende war es also, die unerhörte Spanne von Zuständen und Möglichkeiten des Zeichnens und der dabei entstehenden Spuren einmal erlebt zu haben - und dabei herauszufinden, was einem liegt und was nicht.
Nachdem wir also in der vergangenen Stunde mit grosszügigem und entspanntem Blick auf "Das Große Ganze" zu achten lernten, steht diesmal das krasse Gegenteil, nämlich "Das winzigste Detail" an.
Heute ist auch endlich der grosse Tag der "Controllettis", die mit Geduld und Pingeligkeit feinst ihr Gewebe konzentriert zu Ende kritzeln, während die Grosszügigen heute schwer leiden und stöhnen...
Denn heute geht es um den geduldigen, scharfen Blick auf das allerkleinste Detail.
Und alles, was bislang verboten war ist erlaubt: Herzchen, Sternchen, Augen, Münder, Bäume, Blätter, Blümchen....
Im Kern geht es um die zeichnerische Feinstruktur, d.h. statt wie bisher locker zu kritzeln, werden wir heute geduldig ins Allerkleinste der Zeichnung gehen.
Zunächst gab es Bildchen zu sehen:
Die erste Folie zeigt uns womöglich vertraute Spielereien, die oft in langweiligen Meetings, beim Telefonieren, also nebenbei und wie unbewusst entstehen. Dass man daraus etwas machen, ja sogar bewußt pflegen und erwitern, verfeinern kann, zeigen Ansätze wie die sog. Zentangles (bitte googlen). Und wenn ihr dabei seid, googled auch gleich mal Doodle, das amerik. Wort für spielerisches Rumkritzeln:
Ein wahres feines und sehr gepflegtes Doodle:
Dass ernsthafte Künstler mitunter auch gerne spielerisch ins Detail gehen, ist hier zu sehen
Feinstruktur und Vollansicht von Rembrandt, Flucht nach Ägypten (Radierung):
Feinstruktur und Vollansicht von van Goghs Rohrfederzeichnung eines Gartens:
Feinstruktur und Vollansicht von Jean Dubuffets Federzeichnung "Marc Aurel".
Feinstruktur und Vollansicht von Horst Janssens Federzeichnung "Fuchskopf":
Feinstruktur und Vollansicht von S.Kuhlbrodts Federzeichung "ecstatic botanic- Comicformen der Natur".
Feinstruktur und Vollansicht von S.Kuhlbrodts Federzeichung "horror vacui":
Ausführlicher:
Phantasie ist gefragt, wenn hier so viele Kleinstelemente, Kürzel, Krümel aus allen nur denkbaren visuellen Bereichen zusammenkommen:
- Schriftzeichen, zerlegt in ihre Kleinstbausteine
- Hieroglyphen, alte Schriftsysteme (Keilschrift etwa...)
- Pünktchen, Häkchen, Schnörkel aller Art und Grösse
- Zeichen, wie man sie auf Landkarten verwendet
- Ornamente, Symbole
- Botanische, mathematische oder sonstige Kürzel
All das birgt Elemente, die man für alle Arten von Zeichnungen nutzen kann. Es geht hier darum, geduldig eine Oberfläche, ein Gewebe und Gewimmel von Kleinstformen miteinander so zu verweben, dass diese eine lebendige Struktur wie aus einem feinen Stoff ergeben. Das verlangt natürlich Durchhaltevermögen.
Es darf durchaus geschehen, dass man dabei plötzlich meditativ und wie in Trance arbeitet.
Zu beobachten gilt es ab jetzt und für immer (;-)) Muster aller Art, sammelt Ornamente, Muster, Verzierungen, Schnörkel etc. Beobachtet, wie Zeichner auf detaillierten Radierungen die Oberflächen der Dinge mit Hilfe unzähliger addierter Kleinstformen wiedergeben, um so die Erscheinung von bestimmten Materialien nachzuahmen.
Es geht diesmal auch um den langen Atem, die Geduld, eine grosse Fläche langsam zu Ende zu zeichnen. Es geht auch um pfiffige Strategien, nur den Anschein davon zu erwecken, indem man an den entsprechenden Stellen weglässt und es der Phantasie des Betrachters überlässt, das angefangene Muster im Geist zu ergänzen.
Die ausgeteilten Kopie aus dem Daucher S.35 zeigt diese Strategie deutlich, hier ist weniger gezeichnet, als man zunächst annimmt!
Warmups und Übungen:
Für das Warmup habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen: "Komposition aus Buchstaben".
Das ist eine Vorübung für das Zeichnen von Texturen. (Man kann dabei mal über die Verbindung und Verwandtschaft von "Textilien", "Text" und "Textur" nachdenken. Bei allen geht es um Gewebe...)
Nehmt also euren Namen oder sonst ein geläufiges Wort, schreibt die einzelnen Buchstaben in alle Richtungen, in verschiedener Grösse, mal verkehrt herum, mal nur Fragmente eines Buchstabens, verbindet die entstehenden Flächen zu Figuren, zerlegt die Buchstaben in ihre Bestandteile: Pünktchen, Haken, Kreuzung, Bogen und spielt den ganzen Vorrat an Figuren in allen Grössen und Richtungen durch! Und nutzt die Lehren der vergangenen Stunde, wenn es um die Verteilung und Komposition geht.
Nebenbei kann diese Übung eine Art "Einfallsmaschine"werden, indem man sich mit den entstehenden Formen und Strukturen auf Kompositions- und Zeichenideen bringen kann (was ich im Anhang bei den Ergebnissen zeige).
Es gilt ab jetzt immer: SPIELT mehr und setzt euch dabei nicht unter Druck!
Zeichnen gehört in den Bereich der MUSEN, nicht MUSSE!
Und lernt es, langsam zu werden im Äußern von Urteilen, so manche gute Idee erstickt sonst unter zu früher (Selbst-)Kritik.
Ich habe euch 3 mögliche Themen gegeben, die man formatfüllend auf einem mind. A4-grossen, besser noch A3 großen Zeichenblatt anfangen sollte (da es sehr kleinteilig zugehen sollte, wird euch nichts anderes übrig bleiben, als die Zeichnung geduldig und mitunter auch nur minutenweise zu Hause fertigzustellen - aber bitte stellt sie fertig, euch selbst zuliebe, auch wenn es schwer fällt... Vielleicht dämmert diesem oder jener nebenbei der tiefere Sinn der Sache, die Sache mit der Versenkung meine ich...):
1) "Aus der Form geratener Hieroglyphenbrief" - spricht für sich, schreibt euch einen Geheimbrief, in dem alles steht, was mal gesagt werden musste....
2) "Eintausend fantastische Blüten blühen auf meiner Wiese" - von oben also ein Blick auf ein Meer von Blütenformen und -zeichen. Ein Lexikon der Botanik ist hier hilfreich oder ein Spaziergang mit wachem Blick...
3) "Bakterienkrieg". Die guten (rundlichen?) gegen die bösen (spitzigen, stachligen??) Kleinstformen liegen im Kampf miteinander...es wird ja nicht überall gekämpft, also gibt es gut verteilt Schauplätze...
Werkzeuge des Abends:
Ein wichtiger Part des Abends war es, dass ich euch aus einer herkömmlichen Haushaltswarenabteilung eines Supermarktes ernsthaft nutzbare Profiwerkzeuge des Zeichnens mitbrachte, dringlich ans Herz legte und zum Ausprobieren austeilte. Man sollte sehen, daß man hinsichtlich der Instrumente durchaus auch Phantasie aufbringen kann und sollte. Probiert alles aus, lasst euch von den eigenwilligen Spuren ungewöhnlicher Zeichenwerkzeuge inspirieren.
Für den Abend haben wir zudem verdünnte Chinesische Tusche oder sog. Indian Ink (Scriptol ist das Gleiche) genutzt.
Zu aller Überraschung erwies sich, dass man mit einem Mischungsverhältnis von 10T Wasser und 1T Tusche eine immer noch deutliche und genügend dunkle Spur erhält, die auch noch etwas Leben durch die Überlagerungen halbtransparenter Spuren erzeugt.
Zu Beginn des Abends habe ich noch einmal zusammengefasst, was wir "aus dem Stand" mit der Linie beim spontanen Zeichnen erleben können:
Ohne jede Voraussetzung kann jeder Mensch, der einen Stift halten, die Bleistiftspitze identifizieren und aufsetzen kann, Linien produzieren, die
- unterschiedliche äussere Bewegungen motorisch protokollieren (1.Stunde).
- Diese Bewegungen (wie in der Musik) mit unbestimmten Gefühlen mal stärker oder schwächer, mal schneller oder langsamer, mal kontinuierlicher oder abgehackter darstellen (2.Stunde: Mit den Ohren zeichnen, nach Musik).
- Innere und äußere Bewegung mit sehr bestimmten und uns allen vertrauten Gefühlen darstellen (3.Stunde: Mit den Ohren zeichnen, Grundgefühle),
- auf einem Spielfeld (Zeichenblatt genannt) mehr oder weniger spannungsvoll in Aktion und Pausen verteilt werden können (4.Stunde).
An diesem Abend näherten wir uns dann dem Gegenpol zur heftigen motorischen Zeichnung der ersten Stunde, indem wir Linien, Spuren, Zeichen ganz konzentriert und beinahe meditativ zu mehr oder weniger belebten Texturen und Strukturen verwebt haben (5.Stunde).
Ziel der vergangenen Abende war es also, die unerhörte Spanne von Zuständen und Möglichkeiten des Zeichnens und der dabei entstehenden Spuren einmal erlebt zu haben - und dabei herauszufinden, was einem liegt und was nicht.
Nachdem wir also in der vergangenen Stunde mit grosszügigem und entspanntem Blick auf "Das Große Ganze" zu achten lernten, steht diesmal das krasse Gegenteil, nämlich "Das winzigste Detail" an.
Heute ist auch endlich der grosse Tag der "Controllettis", die mit Geduld und Pingeligkeit feinst ihr Gewebe konzentriert zu Ende kritzeln, während die Grosszügigen heute schwer leiden und stöhnen...
Denn heute geht es um den geduldigen, scharfen Blick auf das allerkleinste Detail.
Und alles, was bislang verboten war ist erlaubt: Herzchen, Sternchen, Augen, Münder, Bäume, Blätter, Blümchen....
Im Kern geht es um die zeichnerische Feinstruktur, d.h. statt wie bisher locker zu kritzeln, werden wir heute geduldig ins Allerkleinste der Zeichnung gehen.
Folien:
Zunächst gab es Bildchen zu sehen:
Die erste Folie zeigt uns womöglich vertraute Spielereien, die oft in langweiligen Meetings, beim Telefonieren, also nebenbei und wie unbewusst entstehen. Dass man daraus etwas machen, ja sogar bewußt pflegen und erwitern, verfeinern kann, zeigen Ansätze wie die sog. Zentangles (bitte googlen). Und wenn ihr dabei seid, googled auch gleich mal Doodle, das amerik. Wort für spielerisches Rumkritzeln:
Ein wahres feines und sehr gepflegtes Doodle:
Dass ernsthafte Künstler mitunter auch gerne spielerisch ins Detail gehen, ist hier zu sehen
Feinstruktur und Vollansicht von Rembrandt, Flucht nach Ägypten (Radierung):
Feinstruktur und Vollansicht von van Goghs Rohrfederzeichnung eines Gartens:
Feinstruktur und Vollansicht von Jean Dubuffets Federzeichnung "Marc Aurel".
Feinstruktur und Vollansicht von Horst Janssens Federzeichnung "Fuchskopf":
Feinstruktur und Vollansicht von S.Kuhlbrodts Federzeichung "ecstatic botanic- Comicformen der Natur".
Feinstruktur und Vollansicht von S.Kuhlbrodts Federzeichung "horror vacui":
Ausführlicher:
Phantasie ist gefragt, wenn hier so viele Kleinstelemente, Kürzel, Krümel aus allen nur denkbaren visuellen Bereichen zusammenkommen:
- Schriftzeichen, zerlegt in ihre Kleinstbausteine
- Hieroglyphen, alte Schriftsysteme (Keilschrift etwa...)
- Pünktchen, Häkchen, Schnörkel aller Art und Grösse
- Zeichen, wie man sie auf Landkarten verwendet
- Ornamente, Symbole
- Botanische, mathematische oder sonstige Kürzel
All das birgt Elemente, die man für alle Arten von Zeichnungen nutzen kann. Es geht hier darum, geduldig eine Oberfläche, ein Gewebe und Gewimmel von Kleinstformen miteinander so zu verweben, dass diese eine lebendige Struktur wie aus einem feinen Stoff ergeben. Das verlangt natürlich Durchhaltevermögen.
Es darf durchaus geschehen, dass man dabei plötzlich meditativ und wie in Trance arbeitet.
Zu beobachten gilt es ab jetzt und für immer (;-)) Muster aller Art, sammelt Ornamente, Muster, Verzierungen, Schnörkel etc. Beobachtet, wie Zeichner auf detaillierten Radierungen die Oberflächen der Dinge mit Hilfe unzähliger addierter Kleinstformen wiedergeben, um so die Erscheinung von bestimmten Materialien nachzuahmen.
Es geht diesmal auch um den langen Atem, die Geduld, eine grosse Fläche langsam zu Ende zu zeichnen. Es geht auch um pfiffige Strategien, nur den Anschein davon zu erwecken, indem man an den entsprechenden Stellen weglässt und es der Phantasie des Betrachters überlässt, das angefangene Muster im Geist zu ergänzen.
Die ausgeteilten Kopie aus dem Daucher S.35 zeigt diese Strategie deutlich, hier ist weniger gezeichnet, als man zunächst annimmt!
Warmups und Übungen:
Für das Warmup habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen: "Komposition aus Buchstaben".
Das ist eine Vorübung für das Zeichnen von Texturen. (Man kann dabei mal über die Verbindung und Verwandtschaft von "Textilien", "Text" und "Textur" nachdenken. Bei allen geht es um Gewebe...)
Nehmt also euren Namen oder sonst ein geläufiges Wort, schreibt die einzelnen Buchstaben in alle Richtungen, in verschiedener Grösse, mal verkehrt herum, mal nur Fragmente eines Buchstabens, verbindet die entstehenden Flächen zu Figuren, zerlegt die Buchstaben in ihre Bestandteile: Pünktchen, Haken, Kreuzung, Bogen und spielt den ganzen Vorrat an Figuren in allen Grössen und Richtungen durch! Und nutzt die Lehren der vergangenen Stunde, wenn es um die Verteilung und Komposition geht.
Nebenbei kann diese Übung eine Art "Einfallsmaschine"werden, indem man sich mit den entstehenden Formen und Strukturen auf Kompositions- und Zeichenideen bringen kann (was ich im Anhang bei den Ergebnissen zeige).
Es gilt ab jetzt immer: SPIELT mehr und setzt euch dabei nicht unter Druck!
Zeichnen gehört in den Bereich der MUSEN, nicht MUSSE!
Und lernt es, langsam zu werden im Äußern von Urteilen, so manche gute Idee erstickt sonst unter zu früher (Selbst-)Kritik.
Ich habe euch 3 mögliche Themen gegeben, die man formatfüllend auf einem mind. A4-grossen, besser noch A3 großen Zeichenblatt anfangen sollte (da es sehr kleinteilig zugehen sollte, wird euch nichts anderes übrig bleiben, als die Zeichnung geduldig und mitunter auch nur minutenweise zu Hause fertigzustellen - aber bitte stellt sie fertig, euch selbst zuliebe, auch wenn es schwer fällt... Vielleicht dämmert diesem oder jener nebenbei der tiefere Sinn der Sache, die Sache mit der Versenkung meine ich...):
1) "Aus der Form geratener Hieroglyphenbrief" - spricht für sich, schreibt euch einen Geheimbrief, in dem alles steht, was mal gesagt werden musste....
2) "Eintausend fantastische Blüten blühen auf meiner Wiese" - von oben also ein Blick auf ein Meer von Blütenformen und -zeichen. Ein Lexikon der Botanik ist hier hilfreich oder ein Spaziergang mit wachem Blick...
3) "Bakterienkrieg". Die guten (rundlichen?) gegen die bösen (spitzigen, stachligen??) Kleinstformen liegen im Kampf miteinander...es wird ja nicht überall gekämpft, also gibt es gut verteilt Schauplätze...
Werkzeuge des Abends:
Ein wichtiger Part des Abends war es, dass ich euch aus einer herkömmlichen Haushaltswarenabteilung eines Supermarktes ernsthaft nutzbare Profiwerkzeuge des Zeichnens mitbrachte, dringlich ans Herz legte und zum Ausprobieren austeilte. Man sollte sehen, daß man hinsichtlich der Instrumente durchaus auch Phantasie aufbringen kann und sollte. Probiert alles aus, lasst euch von den eigenwilligen Spuren ungewöhnlicher Zeichenwerkzeuge inspirieren.
Für den Abend haben wir zudem verdünnte Chinesische Tusche oder sog. Indian Ink (Scriptol ist das Gleiche) genutzt.
Zu aller Überraschung erwies sich, dass man mit einem Mischungsverhältnis von 10T Wasser und 1T Tusche eine immer noch deutliche und genügend dunkle Spur erhält, die auch noch etwas Leben durch die Überlagerungen halbtransparenter Spuren erzeugt.
Sonntag, 9. November 2014
MO 3.11.14 - Mit dem Gestaltungssinn zeichnen
Kurztext:
Keiner der üblichen klassischen 7 Sinne, aber gelegentlich doch wahrnehmbar vorhanden (auch wenn es mitunter da und dort Gründe gibt anzunehmen, dass er evtl. doch nicht so oft existiert ;-) )
Dieser Abend gehört zu den Wichtigsten des ganzen Kurses:
Es gilt zu lernen, auf das grosse Ganze einer Zeichnung zu achten.
Wenn man so will und in der Musikanalogie bleibt: Hier geht es um den Puls eines Bildes, also den
RHYTHMUS - ohne den Nichts ist...oder ohne den Alles nix ist...
Wir werden in einer späteren Einheit etwas genauer untersuchen, welche Gesetze die Verteilung von Hell und Dunkel oder anderer Bildelemente bestimmen könne. Jetzt aber geht es erst einmal auf einfachste Weise darum, ein Gefühl für die Aufteilung einer Zeichenfläche zu entwickeln.
Folien:
Warmups oder Lockerungsübungen:
Zum Warmweren und zur Einstimmung - Nachkritzeln einiger Helligkeitsverteilungen aus Daucher, S.24
Anhand von Verkleinerungen von Radierungen Rembrandts, der ein Meister der Helligkeitsverteilung war, kann man sich hiermit in die Denk- und Beobachtungsweise dieses Lernschrittes einüben.
Wählen Sie zunächst einmal eine Abbildung (ruhig auch auf den Kopf gestellt) aus, die Ihnen zusagt und kritzeln Sie nur die Verteilung der Flecken nach, ohne auf die Details der Erzählung zu achten.
Man kann auch gerne völlig abstrakt in hellen und dunklen Drei- und Vierecken oder Kreisen denken.
Schaut auch bewusst einmal, was genau euch an den euch unsympatischen Lösungen stört - gerade da lernt man oft am Meisten.
Ein kleiner Trick: Schaut durch die Wimpern des fast geschlossenen Auges. Mit diesem "Abblendtrick" gelingt es oft am Besten, das Hell-Dunkel-Muster zu identifizieren.
Ihr dürft gerne alle Vorlagen in jeder denkbaren Grösse nachzeichnen!
Das Werk Picassos ist für diese Übungen auch gut geeignet, da er auch ein besonders kreatives Aufteilungsgefühl besaß.
Übung zur Helligkeitsverteilung:
Wählt aus den Reproduktionen von Zeichnungen aus verschiedenen Epochen (siehe unten im Anhang) eine Arbeit aus, die euch entweder zusagt oder besonders provoziert und versucht nur kritzelnd mit dem Zeichenrepertoire, das wir in den letzten Wochen schon erarbeitet haben, den Kern der Zeichnung nachzuzeichnen.
- Achtet zuerst einmal auf das Gesamtformat und wo der betreffende Meister Akzente setzte.
- Achtet darauf, welches Verhältnis helle und dunkle Stellen haben,
- wo der Zeichner weggelassen oder durch viele Linien betont hat.
- Zeichnet nicht so sehr die Figuren, Gesichter und Details nach, sondern achtet zunächst nur auf den groben Aufbau und die Art der eingesetzten Linien (wo gibt es lange Geraden, wo kurze, staccato gesetzte Linien, wo Schwünge, wo Gebogene ?).
Diese Übungen sind nebenbei auch ein erster Kontakt mit der traditionellen Lernmethode der "KOPIE", die ich jedem Zeichenschüler unbedingt nahelege. Kopieren muss nicht immer bedeuten, exakt nachzuzeichnen, was ein alter oder neuer Meister vorlegt, sondern kann auch in einer individuellen INTERPRETATION bestehen, die sich die Vorlage mehr oder weniger frei erschliesst und dabei des Meisters Denke nachvollzieht - und man entdeckt evtl.dabei, dass die Lösungen plötzlich die Jahrhunderte übergreifen...
Ein Verfahren übrigens, das in der Musik üblich und legitim ist - weshalb nicht in der Zeichnung und Malerei?
Ich bitte, die folgenden Vorlagen auf diese Weise zu INTERPRETIEREN, mit all den Zeichenelementen, die bisher begegnet sind. Die Bilder auf den Kopf und sogar obendrein den Blick gedimmt unscharf zu stellen, kann dabei hilfreich sein.
(Bitte auf das jeweilige Bild klicken, es sollte sich eine vergrösserte und ausdruckbare Version des Bildes in einem neuen Browserfenster öffnen)
Ausgeteilte Vorlagen:
Etwas ausführlicher:
Heute bitte ich Sie, um die Zeichnung immer zuerst einen Rahmen zu zeichnen. Es mag stur erscheinen, aber meine Absicht ist es, damit bewusst zu machen, dass man mit jeder Aktion ein empfindliches Gleichgewicht von Strichen, Linien, Punkten und Flächen erstellt. Diese sind immer auf die 4 Seiten der Zeichenfläche bezogen.
Nicht umsonst heisst es, dass mit der Wahl eines bestimmten Formats schon die ersten 4 Linien eines Bildes gezogen sind.
Ihr solltet bemerken, dass das FORMAT die erste wichtige Entscheidung bei der Gestaltung einer Zeichnung ist und ein erstes, wichtiges Element des Rhythmus' - oder für alle Musikfreunde: So etwas wie der "Generalbass".
"Rhythmus" heisst diese Einheit, weil man mit jeder gezogenen Linie und mit jeder gekritzelten oder schraffierten Fläche eine Abwechslung oder einen Unterschied schafft, was sich als Abfolge von Leere und Aktion (Etwas und Nix, Hell und Dunkel, Leben und Tod, Yin und Yang usw...) darstellt, so wie ein Händeklatschen oder Fußstampfen eine zeitliche Abfolge markiert und strukturiert. In der Musik ergibt dies den "Puls" eines Stückes.
Was analog auch für die Zeichnung gilt.
In dieser ersten Annäherung an das Phänomen der Aufteilung und des visuellen Rhythmus genügen simple gekritzelte Verdichtungen und Auflockerungen, wie sie unten in der Fotokopie der Seite 24 aus Hans Daucher: "Die Grosse Zeichenschule" in der Stunde begegnet sind.
Wenn ihr euch nicht sicher seid, welche Aufteilung ihr bevorzugt oder für geeignet findet, kritzelt zur Vorbereitung einfach einmal bewusst einige der vorgestellten Lösungen nach, ihr werdet rasch merken, was irgendwie gut erscheint - oder schlicht langweilig, einfallslos und spannungsarm.
"Spannung" ist überhaupt ein wichtiges Wort in diesem Zusammenhang!
Rhythmus in der Zeichnung bedeutet in diesem ersten Schritt nur so etwas wie ein "AKZENTMUSTER" - mehr erst einmal nicht.
Sucht jetzt bitte nicht nach einer perfekten Lösung, nach einem perfekten Gesetz oder Rezept, sondern folgt dem, was ihr für richtig und angenehm haltet, sozusagen "aus dem Bauch heraus". Ihr werdet erleben, dass wir unbewusst bzw. kulturell vorgeprägt bestimmten Vorlieben folgen, die sich später auch beinahe mathematisch begründen lassen. Das muss uns jetzt allerdings nicht wirklich belasten.
Wenn es um "Blickregie" geht, d.h. darum, den Blick des Betrachters auf eine bestimmte, dramatische Stelle der Zeichnung zu lenken, die der ganzen Zeichenmühe überhaupt erst den Sinn verleiht, nutzen alle grossen Zeichner seit jeher diese Elemente der Aufteilung und Rhythmisierung des Zeichenblattes, gleichgültig nun, ob Van Dyck eine dramatische Szene um einen kosmischen Kuss webt oder der völlig abstrakte Franz Kline, der es bei der Spannung an sich belässt mit Zeichen, die nie eindeutig zu bestimmen sind - aber man kann es dennoch fühlen, dass die Sache irgendwie "sitzt", dass die Architektur aus Zeichen und Leere "stimmt".
Resultate:
(mit Klick auf das Bild erhält man ein vergrößerte Ansicht)
Keiner der üblichen klassischen 7 Sinne, aber gelegentlich doch wahrnehmbar vorhanden (auch wenn es mitunter da und dort Gründe gibt anzunehmen, dass er evtl. doch nicht so oft existiert ;-) )
Dieser Abend gehört zu den Wichtigsten des ganzen Kurses:
Es gilt zu lernen, auf das grosse Ganze einer Zeichnung zu achten.
Wenn man so will und in der Musikanalogie bleibt: Hier geht es um den Puls eines Bildes, also den
RHYTHMUS - ohne den Nichts ist...oder ohne den Alles nix ist...
Wir werden in einer späteren Einheit etwas genauer untersuchen, welche Gesetze die Verteilung von Hell und Dunkel oder anderer Bildelemente bestimmen könne. Jetzt aber geht es erst einmal auf einfachste Weise darum, ein Gefühl für die Aufteilung einer Zeichenfläche zu entwickeln.
Folien:
Warmups oder Lockerungsübungen:
Zum Warmweren und zur Einstimmung - Nachkritzeln einiger Helligkeitsverteilungen aus Daucher, S.24
Anhand von Verkleinerungen von Radierungen Rembrandts, der ein Meister der Helligkeitsverteilung war, kann man sich hiermit in die Denk- und Beobachtungsweise dieses Lernschrittes einüben.
Wählen Sie zunächst einmal eine Abbildung (ruhig auch auf den Kopf gestellt) aus, die Ihnen zusagt und kritzeln Sie nur die Verteilung der Flecken nach, ohne auf die Details der Erzählung zu achten.
Man kann auch gerne völlig abstrakt in hellen und dunklen Drei- und Vierecken oder Kreisen denken.
Schaut auch bewusst einmal, was genau euch an den euch unsympatischen Lösungen stört - gerade da lernt man oft am Meisten.
Ein kleiner Trick: Schaut durch die Wimpern des fast geschlossenen Auges. Mit diesem "Abblendtrick" gelingt es oft am Besten, das Hell-Dunkel-Muster zu identifizieren.
Ihr dürft gerne alle Vorlagen in jeder denkbaren Grösse nachzeichnen!
Das Werk Picassos ist für diese Übungen auch gut geeignet, da er auch ein besonders kreatives Aufteilungsgefühl besaß.
Übung zur Helligkeitsverteilung:
Wählt aus den Reproduktionen von Zeichnungen aus verschiedenen Epochen (siehe unten im Anhang) eine Arbeit aus, die euch entweder zusagt oder besonders provoziert und versucht nur kritzelnd mit dem Zeichenrepertoire, das wir in den letzten Wochen schon erarbeitet haben, den Kern der Zeichnung nachzuzeichnen.
- Achtet zuerst einmal auf das Gesamtformat und wo der betreffende Meister Akzente setzte.
- Achtet darauf, welches Verhältnis helle und dunkle Stellen haben,
- wo der Zeichner weggelassen oder durch viele Linien betont hat.
- Zeichnet nicht so sehr die Figuren, Gesichter und Details nach, sondern achtet zunächst nur auf den groben Aufbau und die Art der eingesetzten Linien (wo gibt es lange Geraden, wo kurze, staccato gesetzte Linien, wo Schwünge, wo Gebogene ?).
Diese Übungen sind nebenbei auch ein erster Kontakt mit der traditionellen Lernmethode der "KOPIE", die ich jedem Zeichenschüler unbedingt nahelege. Kopieren muss nicht immer bedeuten, exakt nachzuzeichnen, was ein alter oder neuer Meister vorlegt, sondern kann auch in einer individuellen INTERPRETATION bestehen, die sich die Vorlage mehr oder weniger frei erschliesst und dabei des Meisters Denke nachvollzieht - und man entdeckt evtl.dabei, dass die Lösungen plötzlich die Jahrhunderte übergreifen...
Ein Verfahren übrigens, das in der Musik üblich und legitim ist - weshalb nicht in der Zeichnung und Malerei?
Ich bitte, die folgenden Vorlagen auf diese Weise zu INTERPRETIEREN, mit all den Zeichenelementen, die bisher begegnet sind. Die Bilder auf den Kopf und sogar obendrein den Blick gedimmt unscharf zu stellen, kann dabei hilfreich sein.
(Bitte auf das jeweilige Bild klicken, es sollte sich eine vergrösserte und ausdruckbare Version des Bildes in einem neuen Browserfenster öffnen)
Ausgeteilte Vorlagen:
Etwas ausführlicher:
Heute bitte ich Sie, um die Zeichnung immer zuerst einen Rahmen zu zeichnen. Es mag stur erscheinen, aber meine Absicht ist es, damit bewusst zu machen, dass man mit jeder Aktion ein empfindliches Gleichgewicht von Strichen, Linien, Punkten und Flächen erstellt. Diese sind immer auf die 4 Seiten der Zeichenfläche bezogen.
Nicht umsonst heisst es, dass mit der Wahl eines bestimmten Formats schon die ersten 4 Linien eines Bildes gezogen sind.
Ihr solltet bemerken, dass das FORMAT die erste wichtige Entscheidung bei der Gestaltung einer Zeichnung ist und ein erstes, wichtiges Element des Rhythmus' - oder für alle Musikfreunde: So etwas wie der "Generalbass".
"Rhythmus" heisst diese Einheit, weil man mit jeder gezogenen Linie und mit jeder gekritzelten oder schraffierten Fläche eine Abwechslung oder einen Unterschied schafft, was sich als Abfolge von Leere und Aktion (Etwas und Nix, Hell und Dunkel, Leben und Tod, Yin und Yang usw...) darstellt, so wie ein Händeklatschen oder Fußstampfen eine zeitliche Abfolge markiert und strukturiert. In der Musik ergibt dies den "Puls" eines Stückes.
Was analog auch für die Zeichnung gilt.
In dieser ersten Annäherung an das Phänomen der Aufteilung und des visuellen Rhythmus genügen simple gekritzelte Verdichtungen und Auflockerungen, wie sie unten in der Fotokopie der Seite 24 aus Hans Daucher: "Die Grosse Zeichenschule" in der Stunde begegnet sind.
Wenn ihr euch nicht sicher seid, welche Aufteilung ihr bevorzugt oder für geeignet findet, kritzelt zur Vorbereitung einfach einmal bewusst einige der vorgestellten Lösungen nach, ihr werdet rasch merken, was irgendwie gut erscheint - oder schlicht langweilig, einfallslos und spannungsarm.
"Spannung" ist überhaupt ein wichtiges Wort in diesem Zusammenhang!
Rhythmus in der Zeichnung bedeutet in diesem ersten Schritt nur so etwas wie ein "AKZENTMUSTER" - mehr erst einmal nicht.
Sucht jetzt bitte nicht nach einer perfekten Lösung, nach einem perfekten Gesetz oder Rezept, sondern folgt dem, was ihr für richtig und angenehm haltet, sozusagen "aus dem Bauch heraus". Ihr werdet erleben, dass wir unbewusst bzw. kulturell vorgeprägt bestimmten Vorlieben folgen, die sich später auch beinahe mathematisch begründen lassen. Das muss uns jetzt allerdings nicht wirklich belasten.
Wenn es um "Blickregie" geht, d.h. darum, den Blick des Betrachters auf eine bestimmte, dramatische Stelle der Zeichnung zu lenken, die der ganzen Zeichenmühe überhaupt erst den Sinn verleiht, nutzen alle grossen Zeichner seit jeher diese Elemente der Aufteilung und Rhythmisierung des Zeichenblattes, gleichgültig nun, ob Van Dyck eine dramatische Szene um einen kosmischen Kuss webt oder der völlig abstrakte Franz Kline, der es bei der Spannung an sich belässt mit Zeichen, die nie eindeutig zu bestimmen sind - aber man kann es dennoch fühlen, dass die Sache irgendwie "sitzt", dass die Architektur aus Zeichen und Leere "stimmt".
Resultate:
(mit Klick auf das Bild erhält man ein vergrößerte Ansicht)
Abonnieren
Posts (Atom)
UNTERWEGS - Von 2011-2022 / Graphic Novel "Unterwegs - 8 authentische Stories" und Ausstellung "Urban Sketching" im Horber Kloster vom 9.9. - 2.10.22
Ausstellung HORB 9.9. - 2.10.22 GEZEICHNETE REISEBERICHTE - AUSSTELLUNG "Urban Sketching" im Horber Kloster vom Fr. 9.9. - So 2.1...
-
NACHTRAG: Link zu einer -ansatzweise poetisch und subjektiv dramatisierten- Interpretation der kulturellen Errungenschaft Perspektive als ...
-
Abend 1-5 , "Daheimrum auf Augenhöhe" Alle Arbeiten der Teilnehmenden als Ausstellung: Skizzenbuchfilme: Das ganze Skizzenbuch s...
-
Ausstellung HORB 9.9. - 2.10.22 GEZEICHNETE REISEBERICHTE - AUSSTELLUNG "Urban Sketching" im Horber Kloster vom Fr. 9.9. - So 2.1...




















































